Claudius in Lateinamerika

Un mono en Colombia

08 November 2005

Costa Rica in 5 Tagen

Nach meiner Rückkehr von der Isla de Ometepe nach Rivas habe ich meine Wäsche mit der Hand gewaschen, da ich mir meine Kleidung bei der Besteigung des Vulkans Maderas dreckig gemacht hatte. So konnte ich am nächsten Morgen, Samstag, den 29.10. nicht nach San Juan del Sur abreisen, weil die Wäsche noch nicht trocken war. Am Nachmittag kamen dann noch Edgars Schwester Vernancia und andere Verwandte und Freunde und schlugen mir vor abends wegzugehen, und so blieb ich noch in Rivas.Am Sontag bin ich mit denselben Personen zum Playa Gigante gefahren. Der Weg dorthin ist in äusserst schlechtem Zustand, und wir mussten zweimal den Allrad-Antrieb-Jeep aus dem Schlamm ziehen.
So machte ich mir nochmals meine Kleidung dreckig, was ein abermales Waschen nach sich zog. Trotzdem gelang es mir am Montag nach dem Mittagessen Rivas Richtung San Juan del Sur zu verlassen. Dort fand ich nach einigem Suchen tatsächlich die gleiche Unterkunft, in der ich bereits im August 2003 war. Selbstverständlich war ich im gleichen Zimmer, in dem damals für mich ein wenig das Fenster zerbrochen wurde, weil ich mich ausgeschlossen hatte und kein Ersatzschlüssel vorhanden war.

Dienstagfrüh fuhr ich zur Grenze nach Costa Rica und sah die Basken, die ich bereits im Bus von Puerto Cortes nach san Pedro Sula und in Granada traf, wieder. Außerdem waren dort 2 Schweden, die ich bei der Ausreise von Costa Rica nach Panama erneut treffen sollte. Von der Grenze fuhr ich nach Liberia und ging zum Automaten Geld ziehen.
Ich hatte bisher nie Schwierigkeiten mit sämtlichen Währungen und Umrechnungskursen in meinem Kopf, doch in Liberia geschah das Unglaubliche. Ich zog anstatt 60.000 (100 Euro) nur 6.000 Colones. Sowas ist mir noch nie passiert, und nachdem ich den richtigen Betrag ziehen konnte, ging mir noch Stunden "wie peinlich" durch den Kopf. Ganz schlimmer Anfängerfehler!

Von Liberia fuhr ich über Canas nach Tilarán, wo ich 12:40 ankam. Von Tilarán wollte ich nach Santa Elena fahren, um von dort Monteverde kennenzulernen. Der Bus fuhr bereits um 12:30 ab, und dieser ist der einzige der täglich abfährt. So hätte ich 23:50 Stunden in Tilarán verbringen müssen, und darum entschied ich mich kurzfristig alle meine Pläne zu verwerfen. Um 13 Uhr fuhr ich, wieder an Canas vorbei, nach Limonales, wo es möglich ist Busse nach Nicoya/Samara zu nehmen. Der Busfahrer war äußerst unfreundlich und wollte mir nicht beantworten wie lange die Fahrt dauert. Im Bus lernte ich Kathie aus South Carolina kennen, und schließlich brachte uns der Bus bis zu dem Strandort Sámara, wo wir gegen 18 Uhr nach Anbruch der Dunkelheit ankamen. Nachdem ich mir eine Unterkunft gesucht hatte, traf ich Kathie wieder, und wir gingen essen und danach noch in eine Bar.

Am Mittwoch, dem 2. November ging ich ein wenig am Strand entlang und fuhr mittags über Nicoya in die Hauptstadt Costa Ricas, nach San José. Dort fand ich das Grand Imperial Hotel, in dem ich bereits im August 2003 unterkam. Am Donnerstag mußte ich mir endlich neue Schuhe kaufen, weil meine alten auf Ometepe entgültig kaputt gegangen waren. Doch der Regen torpedierte dieses, und so las ich in einem internationalen Bücherladen den lonely Planet-Kolumbien Reiseführer, der bei mir einen Kolumbien-Flash auslöste und mich sehr inspirierte.
Da es weiterhin regnete, ging ich in die National-Bibliothek, um ein wenig über Costa Ricas Geschichte zu erfahren. Dann machte ich etwas äußerst cleveres:
Ich ging zum AirMadrid-Büro und informierte mich über Flugpreise nach Madrid. Auf diese Aktion bin ich besonders stolz, denn sie war extrem hilfreich, weil ich nun weiß, wie ich in Südamerika einen AirMadrid-Flug kaufen kann. Nach dieser unerlässlichen Aktion habe ich mich wieder meinen Schuhen zugewandt und kaufte verzweifelt irgendwelche Schuhe, mit denen ich mich bis heute rumquäle.
Letztendlich wurde mir mal wieder eingebläut, dass Ald, Lidl und Co die billigsten Supermärkte auf der Welt sind, obwohl ich seit einigen Jahren nie daran zweifeltee: Deo kostete in San José zwischen 2 und 3 Euro. Unter 2 Euro ist in Mittelamerika kein Deo zu bekommen.

Freitag früh fuhr ich nach Cahuita und besuchte dort den wunderschönen Nationalpark, in dem Affen leben und der nahe zum Strand liegt. Samstag ging es nach Puerto Viejo de Talamanca, wo es auch sehr schöne Strände gibt. Abends lernte ich in meiner Unterkunft die Kölnerin (Porz) Sylvia kennen.










































Sonntags morgens fuhr ich zur Grenze nach Sixiola und überquerte dort eine ehemalige Eisenbahnbrücke über den Fluß Sixiola nach Panama. Über Changuinola ging es zur Finca 60, wo mich ein Boot über Kanäle und eine Bucht nach Bocas del Toro brachte. Während ich in Cahuita und Puerto Viejo Glück mit dem Wetter hatte, regnete
es in Bocas del Toro viel. Am Dienstag fuhr ich mit der Fähre nach Almirante und von dort mit dem Bus über David nach Santiago.