Claudius in Lateinamerika

Un mono en Colombia

25 September 2006

Das erste Mal in Tumbes

Heute bin ich von Machala in Ecuador nach Tumbes in Peru gefahren. Merkwuedrig ist es jetzt wieder das richtige Wort fuer "Tuete"(bolsa) zu hoeren, anstatt wie in Ecuador "funda", was eigentlich "Huelle" bedeutet. Dafuer hoert man jetzt statt dem ueblichen "gasolinera" fuer "Tankstelle" "grifo" was lediglich (Wasser)"Hahn" bedeutet. Ausserdem faellt noch fuer "jung" das Wort "chibolo", fuer "guenstig" "cómodo"(eigentlich gemuetlich) und "chamba" fuer "Arbeit" auf.
Erwaehnenswert sind die Sicherheitskraefte in ihren braunen Uniformen, die hier in Peru beispielsweise vor Banken stehen. Auf deren Uniformen steht "SS". Es steht fuer "Servicio de seguridad"(=Sicherheitsservice). Vielleicht handelt es sich bei der deutschen Geschichte um ein grosses Missverstaendnis... ?
Foto folgt noch!

Ausserdem ist Tumbes voraussichtlich die einzige Stadt die ich zum ersten Mal in Peru besuchen werde. Das erklaert sich aus meinen beiden ersten Peru-Reisen 2002 und 05/06.
Aber einige Orte sind noch uebrig: Der Badeort Máncora, die Ruinen Sechin und Caral und vielleicht sogar doch noch eine Stadt, naemlich Abancay.
Die Einreise nach Peru ist an der Nordgrenze traditionell ein wenig unangenehm. Wenn ich Peru nicht mit seinen Vorzuegen bereits kennen wuerde, haette ich einen ziemlich schlechten Eindruck von Peru bekommen, denn ich waere mehrfach in unverschaemterweise ueber das Ohr gehauen worden. Aber so war die Einreise gar nicht so unangenehm, wenn man all die Ganoven an der Grenze so behandelt wie sie es verdienen: Immer wieder offensichtliche Ausreden zu bekunden, wenn sie sich wieder penetrant aufdraengen wollen. Ich sagte ich muesse noch zu mittagessen, obwohl ich waehrenddessen mich bei den wenigen nicht-Gaunern um meine Weiterfahrt kuemmerte.
Letztendlich ist alles gut gelaufen, und ich hatte einen hilfreichen(!!!) Taxifahrer der mich zum peruanischen "Migración"(unuebersetzbar) brachte, und mir den ortsueblichen Preis berechnete. Er gab mir noch hilfreiche Tipps zur Weiterfahrt. Er hat meinen allerersten Peru-Eindruck von August 2002 relativiert, der von einer schlechten Taxifahrer-Episode gepraegt wurde.
Bis die Tage

21 September 2006

Benzinpreise im freien Fall

Benzin 2007 kostenlos?

(Reuters) Seit dem 13.Juli sind die Rohoelpreise um 20 % herabgestuerzt. Waehrend das Barrel(159 Liter) Mitte Juli noch 78,40 USD kostete ist es nun fuer nur 61 USD zu haben. In einigen Regionen Deutschlands geht man schon dazu ueber dem Tankwart 5 Euro in die Hand zu druecken um den Mineraloelwirtschaftsverband zu unterstuetzen. In Neunkirchen gruendete sich bereits eine Initiative die den Preisverfall stoppen will und zumindest eine Stabilisierung oberhalb der 60-USD-Marke erreichen moechte. Ausserdem errichtete man ein OPEC-Konto auf das man bei einem schlechtes Gewissen wegen des billigen Sprits einzahlen kann.

Der Mineraloelwirtschaftsverband errechnete, dass am 18.August 2007 das Benzin kostenlos sein wird, wenn der Preisverfall in gleicher Geschwindigkeit fortsetze.


Hier, im Oelforderland Ecuador kostet die Gallone Diesel 1,037 US-Dollar. Also(1,037 : 1,279 [in Euro] : 3,785 [in Liter]) 21,4 Eurocent/Liter.
Nun werdet hier denken 21,4 Cent. So teuer. Aber vor einigen Monaten habt ihr sogar noch mehr gezahlt... ;-)

Tankstelle vor Quito

Gruesse aus El Tambo(bei Ingapirca).
Mit jedem Euro, das das Benzin bei euch billiger wird, schadet ihr den Oelfoerderlaender wie Mexiko, Venezuela oder eben Ecuador.
Viel Spass beim naechsten Tanken. Irgendwann wird euch das schlechte Gewissen die Freude am Preisverfall des Benzin nehmen.

14 September 2006

Carrerisiert

Vor einigen Tagen habe ich Kolumbien verlassen und habe doch Schwierigkeiten damit, dass Strassen Namen haben. Aber irgendwie wird das schon. Auch wenn die Nummerierung von Calles(Strassen) und Carreras(entsprechende Querstrassen im Schachbrettmuster) mir viel sinnvoller erscheint.
Dafuer muss man nicht mehr mit 100.000er-Werten kalkulieren, denn hier gilt der US-Dollar.