Claudius in Lateinamerika

Un mono en Colombia

29 Oktober 2005

Isla de Ometepe

Am 24. Oktober habe ich Managua verlassen und bin nach Rivas gefahren, wo ich im Haus von Edgars Mutter übernachten konnte.

Fortsetzung folgt

20 Oktober 2005

Von La Ceiba über Trujillo nach Puerto Lempira

Der Oktober fing so an, dass ich trotz endlich angewohnten Frühaufstehens, nicht morgens wie geplant La Ceiba Richtung Trujillo verlassen konnte, weil die Frau, die meine Wäsche am Vortag gewaschen hatte, diese anscheinend nicht ausgewrungen hatte. So gönnte ich mir ausnahmsweise ein reichhaltiges Frühstück, welches sonst schon allein wegen des Zeitmangels nicht stattfinden kann, das obendrein nicht nur lecker sondern auch günstig war.
Danach ließ ich mir meine Schuhe reparieren und erkundigte mich nach dem Postamt. Dieses, welches anscheinend von der einheimischen Bevölkerung nicht intensiv genutzt wird, befand sich außerhalb des Zentrums.
Eigentlich war es nicht notwendig den Weg dorthin zurückzulegen, aber meine Langeweile und Neugier führten mich dorthin. Am Tag zuvor hatte ich noch spekuliert der Oma eine Karte zum Geburtstag zu schreiben - diese wäre aber hoffnugslos verspätet angekommen. Nachdem ich die Postamt-Idee vom Vortag augegriffen und umgesetzt hatte, ging ich zu Frisör, für den ich nun Geld durch das ersparte Porto hatte. Der Frisör kostete mich 40 Lempira (Währung von Honduras, 1,80 Euro), welcher ein durchschnittlicher Preis in Lateinamerika ist. Inzwischen war es bereits Mittag geworden, und ich packte meine Sachen, auch wenn noch nicht die ganze Wäsche trocken war, und nahm einen Bus nach Trujillo.

In Trujill muss von der Bushaltestelle ein Taxi ins Zentrum genommen werden. Dort suchte ich günstige Unterkünfte, was sich aber als schwierig gestaltete. Letztendlich musste ich 100 Lempira (4,50 Euro) für eine ziemlich heruntergekommene Unterkunft (Mar y Plata) ausgeben.

Am nächsten Tag, Sonntag, den 2. Oktober 2005, habe ich mir eine Festung im Zentrum von Trujillo angeschaut, wo ich ebenfalls nicht den Ausländer-Eintritt, sondern den Eintrittspries für Honduraner, wie auch in Copán, zahlte. Es gibt auch einige Strände in Trujillo, die mir aber von einem Australier, den ich am abend zuvor kennengelernt hatte, nicht empfohlen worden sind. Insgesamt ist Trujillo eine hässliche Provinzstadt ohne Reize.

Am nächsten Morgen führ ich gegen 6 Uhr mit einem Bus mit nach Corocito. Von dort nahm ich einen anderen Bus nach Bonito Oriental. Dort wartete ich sicherlich eine Stunde auf den Bus nach Iriona, ehe dieser gegen halb neun kam und nach wenigen Minuten die letzte Asphaltstraße verließ, und meine weiterer Weg mcih nur noch über Erdpisten in die Mosquitia
hrte.


















Nachdem wir gegen 10 Uhr Limon passierten, näherten wir uns gegen Mittag, auf der von Schlaglöchern gesäumten Straße, Iriona. Als man mir sagte, dass es noch eine halbe Stunde bis Iriona sei, überholte uns ein völlig mit Menschen überladener Jeep, welcher die einzige Transportmöglichkeit nach Palacios darstellt. Dieser Jeep war jedoch schon vorbeigefahren, aber da diese Jeeps meist in einer Kolonne fahren, kam etwa zwei Minuten später ein weiterer Jeep vorbei, den wir anhielten, und der mich zu einem überhöhten(aber einheimischen) Preis mitnahm. Der Jeep war ebenfalls hoffnungslos überladen, und ich schwärmte von dem Komfort, den ich an der guatemalekischen Grenze geniessen durfte. (Dort brachte meine Mutter und mich ein Kleinbus mit mehr Fahrgästen als Sitzgelegenheiten nach Puerto Barrios).
Auf diesem Jeep hockte ich einem fast im Schoss und hatte unmittelbar vor meinem Gesicht das Gesäss meines Vordermannes. Was mich nicht so sehr gestört hätte, wenn ich nicht noch gleichzeitig keinen festen Halt hatte und die Hockhaltung auf Dauer recht unbeqguem wurde.

17 Oktober 2005

Von Puerto Lempira üer Puerto Cabezas nach Managua

Am Freitag, dem 7. Oktober stand ich um 6 Uhr auf und ging um kurz vor 7 Richtung "Bushaltestelle" und war besorgt, dass ich den Jeep verpasse. Doch dort wartete der mit Baumaterial beladene Bauarbeiter-Lastwagen (nennen wir es Jeep). Wenig später wurde das Baumaterial sogar abgeladen, und auf der, mit dem Batalla-Jeep verglichenen riesigen Ladefläche von 2 mal 5 Meter wurden sogar 3 Bretter zum Sitzen angebracht. Es sah alles recht bequem aus. Vor allem waren wir anfangs nur etwa 4 Personen. Aber es verging etwa eine halbe Stunde bis wir losfuhren. Doch das störte mich wenig, da ich froh war, den Jeep nicht verpasst zu haben. Dann machten wir erstmal eine Stadtrundfahrt, und nach 10 Minuten kannten wir alle Straßen, und es stiegen nach und nach noch Leute dazu. Am Ende waren vielleicht 15 Personen auf der Ladefläche, aber fast jeder hatte seinen Platz auf den Brettern. Jeder lag bzw. stand auf der Ladefläche. Ich saß auf einem der Bretter. Ein Problem bestand darin, dass der Zustand der Straße von Puerto Lempira nach Leimus fürchterlich ist. Und ich habe schon viele Pisten gesehen, aber eine solche hat den Namen Straße wirklich nicht verdient. Durch die ständigen Schlaglöcher musste man sich irgendwo festhalten. Links neben mir stand ein Gitter zur Verfügung. Die Fahrt dauerte aber etwa 5 Stunden und nach 1 - 2 Stunden wird einem alles immer unangenehmer. Meine Hand und mein Hinterteil schmerzten, weil man wegen der gigantischen Schlaglöcher ständig auf die Bank knallte.
Gegen 1 Uhr nachmittags kamen wir in Leimus an, und die Polizei verlangte von mir das Einreisedatenblatt. Erst nach einer kurzen Diskussion glaubte mir der Polizist, dass mir das Blatt bereits in Puerto Lempira abgenommen wurde.
Schließlich kaufte ich mir von meinen restlichen Lempiras noch ein Mittagessen. Keiner wußte so recht, wann ein Boot nach Waspan fahren würde. Dort muss man hinfahren, weil nur von dort aus Busse nach Puerto Cabezas fahren. Nach zwei Stunden der Warterei kam ein Einbaum, der uns für 100 Cordoba (Währung von Nicaragua) nach Waspan brachte. Ich legte mich in dem Einbaum hin und genoß dieses nach der anstrengenden Fahrt von Puerto Lempira nach Leimus.


In Waspan wechselte ich in einem Laden 40 USD Dollar in Cordoba und bezahlte so den Einbaum. Auf dem Einbaum wurde mir gesagt, dass die Einreiseformalitäten nicht in Waspan, sondern in Puerto Cabeza zu erledigen seien. Waspan hat von der Infrastruktur fast genaus viel wie Puerto Lempira zu bieten. Jedoch gibt es in Waspan 24 Stunden am Stück Energie im Gegensatz zu Puerto Lempira, wo es von 3 - 8 Uhr keinen Strom gibt. Eine Bank habe ich gar nicht gesucht, weil ich das in Puerto Cabezas vorhatte. Waspan, welches bereits in Nicaragua liegt, ist deutlich günstiger als die honduranische Mosquita.
Mein Zimmer in Waspan hatte ich von 70 auf 60 (3 Euro) Cordoba runtergehandelt, doch als ich am nächsten Morgen, dem 8. Oktober abreiste, wurde mir auf meinen 100-Cordoba-Schein nur 30 C. Wechselgeld herausgegeben und gesagt, dass man keinen Preisnachlaß geben könne.
So eine Verarschung habe ich noch nicht erlebt. Aber daraus lernt man, und in Zukunft zahlt man besser bei der Ankunft als bei der Abreise. Nichtsdestotrotz war das Preis-Leistungverhältnis in Waspan viel besser als die Tage zuvor in Honduras. Schließlich nahm ich den Bus (ganz normaler mittelamerikanischer Bus ) nach Puerto Cabezas. Dis Straße war befestigt und wesentlich besser als die Straße von leimus nach Puerto Lempira und sogar ein wenig besser als die Straße von Bonito Oriental nach Iriona. Asphaltiert war sie jedoch nicht.

In Puerto Cabeza erkundigte ich mich nach den Abfahrtszeiten Richtung Managua, welches 20 Stunden Busfahrt von dort entfernt liegt. Es fuhren täglich um 9 und um 13 Uhr Busse. Noch bevor ich den "Busbahnhof" verlassen konnte, wurde mir gesagt, dass ich mich gegen die Röteln impfen lassen muss. Das war mein erstes Impferlebnis in Lateinamerika. Später erfuhr ich, dass Nicaragua gerade eine landesweite Röteln-Impfkampagne macht. Frisch geimpft fuhr ich mit einem Taxi in die Stadt und suchte eine Bank auf, um Geld zu ziehen. Leider war alles vergeblich, denn in Puerto Cabeza gibt es keinen Geldautomaten. Ich habe noch keine Stadt dieser Größe (Puerto Cabezas hat eine eigene Universität) ohne Geldautomat in Lateinamerika kennengelernt. Ich hatte ursprünglich vorgehabt zwei Tage dort zu bleiben, doch meinGeldmangel hatte zur Folge, dass ich mich zügiger in eine Stadt aufmachen, wo es diese Automaten gab.
Foto Puerto Cabezas
Als nächstes wollte ich mir noch eine Landkarte besorgen bzw. abzeichnen, weil ich die Fahrt nach Managua nicht in "einem Zug" machen wollte (hätte meine erste Nachtfahrt auf dieser Reise bedeutet), sondern mit Zwischenstopps. Man sagte mir im Militärbüro beim Rathaus würde eine gute Karten hängen, doch es war Samstag und bereits 14 Uhr, und a.......

13 Oktober 2005

Besuch aus Deutschland




Mi mamá y yo delante de nuestro hospedaje en Omoa / Honduras
Vor der Unterkunft in Omoa / Honduras

Kommentare:

NackteElfe am 14. Oktober 2005
Überall treiben sich diese Deutschen rum.....Schlimm...

03 Oktober 2005

Auf in die Wildnis

Ich schreibe euch aus Trujillo, Honduras. Von hier aus führt noch eine asphaltierte Straße in westliche Richtung nach San Pedro Sula und damit zum Rest Mittelamerikas. Aber nach Osten gibt es nur eine befestigte Straße nach Limon. Von dort noch Pisten über Iriona nach Palacios. Wie es von dort nach Puerto Lempira geht? Keine Ahnung.
Wenn ich Puerto Lempira erreicht haben werde, bin ich wieder in der Zivilisation. Von dort gibt es eine Piste nach Leimus zur honduranisch-nicaraguanischen Grenze. In Leimus gibt es eine Straße nach Puerto Cabeza und von dort komnt man nach Managua.
In spätestens 4-5 Tagen werde in Puerto Lempira sein; von dort werde ich wieder schreiben. Vielleicht finde ich ja auch in Limon, Palacios, Ibans oder Brus Laguna ein Internetcafe?

Fotos werden noch eingefügt